Neue Chancen für KMUs

Sich im Wettbewerbsumfeld behaupten, Wachstum generieren und Zukunftssicherheit gewährleisten – das sind die Herausforderungen an moderne KMUs. Die Globalisierung definiert dabei die Chancen und Herausforderungen für kleinere und mittelgrosse Unternehmen neu. Eine immer engere Verflechtung der Märkte lässt neue Absatzmärkte entstehen und ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Umsatz im Ausland zu erwirtschaften – die Internationalisierung von Unternehmen ist längst zu einer unaufhaltbaren Entwicklung geworden.

KMUs – in vielen Ländern als das Rückgrat der Wirtschaft beschrieben – können ihr Exportpotenzial beweisen, denn das Internationalisierungspotenzial hält an. Die globalen Markt- und Wettbewerbsgegebenheiten bieten auch kleinen und mittleren Unternehmen mit der richtigen Internationalisierungsstrategie reizvolle Expansions-, Investitions- und Wachstumsmöglichkeiten im Ausland.

Durch eine gezielte Beratung lassen sich die Vorteile und Chancen der Internationalisierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beziehungsweise SME (small and medium-sized enterprises) sowie für grosse KMUs definieren und Expansionsstrategien konkretisieren.

Die Economist Intelligence Unit (EIU) hat in Kooperation mit Mazars eine Reihe von Beiträgen über die fünf zentralen Herausforderungen verfasst, denen sich KMUs bei ihrem Schritt ins Ausland stellen. Lesen Sie hier, wie Unternehmen mit diesen Herausforderungen umgehen:

Den Vorteil von Digitalisierung nutzen

  • Kleine und mittlere Unternehmen können schnell zu globalen Exporteuren werden – und viele europäische KMU nutzen genau diese Chance.
  • Über das Internet können sie ihre Produkte oder Dienstleistungen von Anfang an weltweit verkaufen und so zu "born global" Unternehmen werden. Gerade KMUs können schnell wachsen, indem sie neue Marktnischen in Branchen nutzen, die derzeit durch Technologie stark transformiert werden.
  • Sie können die Informationstechnologie einsetzen, um eine Kerntätigkeit, wie beispielsweise die Fertigung, auszulagern, dann jedoch am Offshore-Standort bleiben, um das Potenzial des lokalen Markts zu nutzen.

Herausforderungen bei Recht und Steuern meistern 

  • Unklare, vielfältige Regeln, die uneinheitliche Anwendung von Verordnungen sowie Fragen der Zollklassifizierung und variable Bestimmungen bei der Mehrwertsteuer stellen für die KMUs welche exportieren grosse Hürden dar. So können unterschiedliche Zollklassifizierungen für das gleiche Produkt sogar innerhalb eines Binnenmarkts auftreten.
  • Auch in Freihandelszonen verkomplizieren rechtliche und steuerliche Fragen den Handel und stellen für kleine Unternehmen mit begrenzten Ressourcen eine besonders grosse Herausforderung dar. Diejenigen, die sich über Europa hinaus wagen, wählen insbesondere Märkte, mit denen ein Freihandelsabkommen mit der EU besteht.

Weltweit nachhaltig wachsen

  • Der Schlüssel zu langfristigem Wachstum im Ausland ist eine starke Präsenz und langfristiges Engagement in dem ausländischen Markt. Dementsprechend reduzieren einige KMUs die Zahl ihrer Exportmärkte, um ihr Wachstum zu kontrollieren und nachhaltig zu gestalten.
  • Marketingaktivitäten über eine Website können im Ausland zu Schwierigkeiten führen, die es im Heimatmarkt nicht gibt. Zudem können zu viele Exportmärkte für ein KMU, das seine internationale Expansion gerade beginnt, unüberschaubar werden.
  • Kick-Start-Verkäufe und der Aufbau eines lokalen Markts helfen lediglich dabei, Fuss zu fassen. Um weiter zu wachsen und sich in einem neuen Markt nachhaltig zu entwickeln, benötigen KMUs eine umfassendere Strategie, deren Zielsetzung Auf- und Ausbau einer starken lokalen Präsenz umfasst.

Logistischen Herausforderungen begegnen

  • Die Logistik ist ein wichtiger Aspekt des erfolgreichen Markteintritts; neueste Informationssysteme sorgen für eine kostengünstige logistische Unterstützung.
  • Um kostspielige logistische Schwierigkeiten zu vermeiden, lagern viele KMUs in Verbindung mit dem Beginn ihrer internationalen Expansion die Logistik – sowohl für eingehende Komponenten als auch für Rücksendungen und ausgehende Endprodukte – aus. KMUs müssen das beste Gleichgewicht zwischen der Kontrolle ihrer eigenen Logistik und dem Outsourcing einiger dieser Funktionen finden.
  • Die Logistikbranche selbst erlebt eine tiefgreifende Veränderung, da sich die Verkäufer unterschiedlichster Waren vom Vertrieb mittels Geschäfte und Lagerhallen hin zur globalen Beschaffung und Erfüllung von Aufträgen über E-Commerce verlagern.

Lokale Partnerschaften schliessen

  • Um ein nachhaltiges Wachstum in neuen Märkten zu gewährleisten, passen KMUs ihre Produktangebote – und manchmal auch ihre Geschäftsmodelle – auf lokale Gegebenheiten an und gehen Partnerschaften mit lokalen Marktexperten ein.
  • Eine neue ausländische Präsenz von KMUs kann verschiedene Formen annehmen: ein formales Joint Venture, ein Lizenz- und technischer Kooperationsvertrag, ein Vertriebsvertretervertrag oder eine eigenständige Tochtergesellschaft.
  • Komplementäre Kompetenzen, ähnliche Ziele und langfristige Verpflichtungen sind für KMUs relevante Kriterien bei der Suche nach geeigneten internationalen Partnern.

 

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