Umgang von KMU's mit Covid-19

Uns allen ist bewusst, dass die Covid-19-Pandemie eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit und den Wohlstand der Menschen weltweit ist. Die Verbreitung des Virus und die Bemühungen ihn zu kontrollieren, sind ein dramatischer Einschnitt in unser tägliches Leben. Oberste Priorität hat das Ergreifen aller Massnahmen, die zur Eindämmung der Auswirkungen der Pandemie und zum Schutz der Menschen erforderlich sind. Zudem müssen wir auch die unvermeidlichen «Knock-out Effekt» der grossen wirtschaftlichen Ungewissheit anerkennen, welcher eine enorme Auswirkung auf private Unternehmen hat.

Die Geschäftsleiter von eigentümergeführten und privaten Unternehmen bewegen sich auf unbekanntem Terrain und müssen sich mit dieser Krise proaktiv auseinandersetzen, indem sie den Fokus auf ihre Risikoexposition, ihr Abhängigkeitsverhältnis und den Erhalt staatlicher Subventionen richten.

Staatliche Unterstützung & Förderpolitik

Die Politik hat aus Erwartung vor einer globalen Konjunkturabschwächung schnell reagiert; die konkrete Unterstützung ist jedoch je nach Standort unterschiedlich. In der Schweiz hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket im Wert von über 42 Milliarden Franken verabschiedet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu mildern. Ziel dieser Massnahmen ist es, Arbeitsplätze zu sichern, die Löhne zu garantieren und die selbständig Erwerbenden rasch zu unterstützen. Die Massnahmen betreffen die Unterstützung der Unternehmen in Form von Liquidität, die Ausweitung der Kurzarbeit und die Vereinfachung der Verfahren, den Ausgleich von Verdienstausfall für Selbständige, die Zuweisung von Mitteln für den Verdienstausfall von Arbeitnehmern sowie spezifische Massnahmen für den Kultursektor und die Sportorganisationen. 

Es ist von entscheidender Bedeutung, ob und wie Ihr Unternehmen von staatlichen Interventionen profitieren kann. Die Informationen dazu ändern häufig, informieren Sie sich im Detail, wie Ihr Unternehmen von den Massnahmen profitieren kann. 

Klare Kommunikation

Die freiwillige oder unfreiwillige Isolierung von Teams erfordert eine klare interne Kommunikation, damit Mitarbeiter im Home Office stets auf dem aktuellsten Stand sind und die Arbeitsmoral gefördert wird. Sollte der Shut-down längere Zeit andauern, müssen die Mitarbeiter möglicherweise umgruppiert werden Sie sollten daher die Arbeitsverträge und -vereinbarungen überprüfen, sodass das Management sich über die verfügbare Flexibilität im Klaren ist.

Cashflow-Überlegungen

Das Ausgabeverhalten hat sich bereits grundlegend geändert. Während Supermärkte, Apotheken und andere Unternehmen des täglichen Bedarfs analog zum Virus extreme Spitzen verzeichnen, brechen die Umsätze anderer Branchen, wie das Gastgewerbe und die Freizeitindustrie, stark ein. 

Das führt dazu Ihre Cashflow-Prognosen vielleicht wöchentlich überdenken und Szenario-Analysen durchführen zur Planung der potenziellen Performance und Cashflow-Auswirkungen sowie zur Abbildung der unterschiedlichen Grade der Geschäftsunterbrechung. Auf diese Weise erhalten Sie entscheidende Informationen als Basis für ehrliche und nutzbringende Gespräche mit den Hauptakteuren und Förderern.

Sprechen Sie mit anderen Branchenakteuren

Eine Situation mit diesem Ausmass und mit so weitrechenden Auswirkungen macht uns offener und aufrichtiger in unseren Diskussionen. Wir machen uns zunehmend bewusst, dass dies alle Unternehmen betrifft: eine «Bunkermentalität» ist hier also fehl am Platze. Wenn Unternehmen aufgrund geringer Reserven einem hohen Risiko ausgesetzt sind, sollten sie grosse Ausgaben verschieben, Vereinbarungen mit Vermietern treffen und falls nötig weitere Kredite aufnehmen. Wer nicht fragt, bekommt auch nichts.

B2C- und B2B-Prioritäten

Die B2C-Nachfrage in den nächsten Wochen und Monaten ist schwer zu prognostizieren – angesichts dieser Unsicherheit ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass sich die meisten Kunden nicht zu grossen Ausgaben oder Transaktionen verpflichten werden. Sie müssen die prognostizierte Nachfrage nach Ihren Produkten und Dienstleistungen anpassen und anpassen können, um den Überblick über Ihre Umsätze und Krisenpläne zu behalten. Auch diese Informationen sind entscheidend für die Gespräche mit den wichtigsten Anspruchsberechtigten (Kreditgeber, Vermieter und andere). 

Wenn Ihr Unternehmen B2B-Märkte bedient, müssen Sie das Risiko Ihres Kundenstammes bewerten. Denn tatsächlich werden viele Unternehmen unter einem solchen Ereignis leiden, während andere davon profitieren. Wenn Sie sich auf diejenigen konzentrieren, die Unterstützung benötigen, können Sie Ihre Beziehungen festigen und die Voraussetzungen für nachhaltige, wenn auch nicht unmittelbar lukrative, Vertriebspipelines und Zahlungen schaffen.

Beitrag von Gareth Jones, Partner 

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